Planung der Basisanlage

 

Es sollte eine Anlage nach dem Vorbild der Harzer-Schmalspur-Bahnen werden, insbesondere hatte es mir der Bahnhof Stiege mit der Wendeschleife angetan. Die Anlage sollte sich über das ganze Grundstück erstrecken, ferner hatte ich Vorstellungen von Teichen mit Brücken.

Also begann ich am PC mit einem Gleisplanungs-Progamm meine Anlage zu zeichnen.

Dabei konnte ich aus Platzmangel den Gleisplan Bhf.-Stiege nicht umsetzen, übrig blieb nur die Wendeschleife.

Ein zweites Problem war, das neben dem Wohnhaus mein Wohnwagen steht und ich keine möglich sah mein Gleis zum Vorgarten zu führen. Die Lösung war aber ganz einfach, es wird unter dem Wohnwagen durchgefahren. Wenn ich diesen benötige sollen die Gleise kurzzeitig mit einer Überfahrrampe überbaut werden.

Nach einer langen Planungsphase stand die Grobplanung wie folgt fest. Eingleisige Strecke mit automatischen Kehrschleifen im Vorder- und Hintergarten, einschl. mehrgleisige Bahnhöfe, Teiche mit Brücken, ferner Steuerpult auf der überdachten Terrasse. Das Umfeld sollte den Charakter eines Garten behalten, also keine Modellanlage, sondern nur Gleisanlagen, Bahnsteige, Brücken und Gebäude.

 

Erstellung der Basisanlage

 

Nun konnte ich mit dem Bau der Anlage beginnen. Als erstes wurde der vorhandene Rasen im vorderen Garten kompl. entfernt und das Ganze neu gestaltet, einschl. der Bahntrasse und eines kleinen Teiches. Im hinteren Garten wurde die Bahntrasse und ein großer Teich angelegt. Als nächstes wurde alle Gleise verlegt und die Außenumrisse abgesteckt. Die Gleisanlage wurde mit Fahrstrom ( Analog ) versorgt und es fanden Probefahrten statt. Danach wurden Abschnittsweise links und rechts der Trasse 6 cm Betonsteine ins Erdreich eingelassen. Nun wurden die Gleise wieder entfernt und das Erdreich innerhalb der Trasse 6 cm tief abgetragen und mit Teichfolie ausgelegt, diese wurde zum besseren Wasserabfluss mit kleinen Löchern versehen. Danach wurden oben auf den Betonstein in 1 Meter Abständen kleine Holzlatten gelegt, darauf wurden dann die Gleise neu verlegt, dabei wurden die vorhandenen Schienenverbinder gegen Messing-Halbschalen-Verbinder mit 2 Schrauben und Lötanschluss ausgetauscht. Heute werden Schienenverbinder der Firma Massoth verwendet.

Fahrpult/Steuerung/Elektrik ( Analog )

 

Jetzt musste erst die Bedieneinheit für die Gesamtanlage gebaut werden. Es entstand ein Bedienpult in Holzbauweise zur Aufnahme der kompl. Stromversorgung, Gleisbild-Stellwerk mit Drucktastern, LED-Weichenrückmeldung, Kehrschleifenschaltung. Kippschalter für die Haltebereiche, Fahrstrom-Voltanzeige, Booster, Kippschalter für sonstige Funktionen, SW-Monitor zur Überwachung des nicht einsehbaren Vordergartens. Alle ausgehende Leitungen und die Fernbedienung wurden mit Mehrpolsteckern ( Harting ) angeschlossen.

Restarbeiten und Testbetrieb

 

Nachdem das Pult fertiggestellt war konnte dieses aufgestellt werden. Anschließend wurden alle Schienen, Weichen usw. mit mehreren Ölflexkabel a. 24 Ader / 1,25 Quadrat verdrahtet bzw. verlötet. Die Fahrstromeinspeisung erfolgte ca. alle 5 Meter. Alle Kabel hingen nun unter den Gleisen, Weichen usw. und lagen auf der Teichfolie. Als nächster Schritt wurde die gesamte Bahntrasse bis zur Oberkante der Betonsteine mit kleinen Kieselsteinen bzw. Split aufgefüllt. Danach wurden die kleinen Holzlatten unter dem Gleis entfernt und die Gleise lagen danach oben auf der Bettung. Es wurden noch etwas nachgebessert, damit auch alle Kabel unsichtbar sind. Ferner wurden die Gleise mit gewellten Zeltheringen über die Schwellen ins Erdreich befestigt.

Zwischendurch wurden die Brücken und Brückenübergänge gebaut, ferner wurden nach und nach Gebäude, Bahnsteige usw. erstellt. Die Kameras für die Video-Überwachung wurden getestet.

Anschließend wurden ausreichend Testbetrieb gefahren, dabei stellte sich heraus, dass im vorderen Anlagenteil das Gefälle nach dem Bahnhof zu abschüssig ist. Darauf hin wurde die Gefällstrecke verlängert und mit Beton untermauert. Außerhalb des Fahrbetriebes  konnten die Fahrmaterial nicht auf der Anlage verbleiben, es wurden Lager- bzw. Transportkisten gebaut.

Schiebebühne im Keller als Abstellgleise und ein Schattenbahnhof 

 

Da mich das Abendliche abräumen der Anlage schon immer nervte, habe ich über eine Abstellmöglichkeit nachgedacht. Endwürfe wie Paternoster usw. wurden immer wieder verworfen. Den letzten Anstoß bekam ich aus einer Fachzeitung, wo das fahrende Material in den Keller gefahren wurde. Ich überprüfte sofort, ob diese auch bei meinen Keller möglich war.

Heraus kam folgender Entwurf, die ganze Anlage sollte ca. 300 mm unter der Kellerdecke aufgehängt werden und als Schiebebühne ausgelegt werden. Die Einfahrt sollte durch das Kellerfenster erfolgen. Die Bedienung sollten von einen separaten Bedienpult kommen. die Überwachung sollte mit Video-Kameras erfolgen.

Es wurde zuerst die Plattform für 5 Gleise mit einer Länge von ca. 2200 mm aus einer Tischlerplatte erstellt, beidseitig in Längsrichtung wurden Bretter von ca. 100 mm Höhe angebracht als Verstärkung und Sicherung gegen eventuell herunterfallen Fahrzeuge. Ferner wurden links und rechts zwei Leuchtstoffröhren installiert. Als Führungen der Plattform wurden zwei Stahlwellen mit Halter an den Kellerwänden befestigt und ausgerichtet. Auf diesen Wellen wurden vier Kugelumlaufbüchsen geschoben, darauf wurde dann die gesamte Plattform montiert.

Als Antrieb wurde ein 220 Volt Getriebemotor unter der Plattform montiert, dieser wurde am Wellenausgang mit einem Fahrradritzel und einer zusätzlichen Abstützung versehen. Jetzt wurde zwischen den Kellerwänden eine Fahrradkette gespannt und auf das Ritzel gelegt. Beim einschalten mit einen Momentkippschalter zieht sich nun die gesamte Plattform über das Ritzel und Kette in die gewünschte Position.

In der Hauptstrecke wurde eine Weiche eingebaut, einschl. Einfahrgleis zum Kellerschacht auf die Schiebebühne.

Ferner wurden im Kellerschacht noch 3 Abstellgleise mit einer Länge von ca. 600 mm zum abstellen von Lokomotiven geschaffen. Diese sind über die Gleise der Schiebebühne zu befahren und werde über Endschalter mit Fahrstrom versorgt, aber nur wenn diese deckungsgleich mit den Gleisen der Schiebebühne sind. Alle Gleise werden über Kippschalter (An/Aus) mit Fahrstrom versorgt.

Anschließend erfolgte die Installation der Überwachungskameras, eine Kamera zur Übersicht für die gesamte Schiebebühne und eine zweite zur Überwachung des Gleichstandes des Einfahrgleises und der Schiebebühnegleise.

Für den Kellerbereich wurde eine separate Bedieneinheit in Holzbauweise gefertigt, die technisch dem der Gesamtanlage entspricht.

Da es immer Fahrzeuge gab, musste eine Erweiterung geschaffen werden.

Es wurde eine Unterkonstruktion aus Tischlerplatte hergestellt, die mit entsprechenden Halterungen an der Kellerdecke bzw. - wand angebracht wurden. Darauf wurden die Gleise und Weichen verlegt.

Die Haltebereiche wurden wieder über Kippschalter (An/Aus) und Endschalter mit Fahrstrom versorgt.

Zur Aufnahme einer Kamera zur Gesamtübersicht, wurde an der Schiebebühne ein ferngesteuerter Antennenrotor verwendet, an den die Kamera befestigt wurde, so konnte man mit einer 360 Graddrehung den gesamten Schattenbahnhofsbereich überwachen. Die Kamera zum Gleichstand der Gleise zwischen Schiebebühne und den Gleisen des Schattenbahnhofes wurde im Durchfahrtsbereich auf der Schiebebühne installiert.  

An Bedieneinheit für den Keller wurde eine zusätzliche Einheit angedockt, diese enthält das Gleisbildstellwerk, Steuereinheit für den Antennenrotor und die Kippschalter für die Haltebereiche, ferner wurde ein zweiter Monitor eingebaut.

 

Zahnradstrecke

 

Es wurde eine neue Herausforderung gesucht, zur HSB passt ja weitläufig auch eine Zahnradbahn ( z. B. auf den Brocken/Wurmberg ). Gesagt getan, die Planung sah den Ausgangspunkt hinter dem Bahnhof im Vordergarten. Die Trasse sollte ansteigend über eine ALU-Brückenkonstruktion auf einen Berg mit Haltestelle führen, danach weiter zwischen Wohnhaus und Wohnwagen an der Hauswand nach hinten zur Terrassenüberdachung führen.

Die Strecke soll im Steigungsbereich mit einer Zahnstange ausgelegt werden. Der sichtbare Teil im Vordergarten sollte mit einer Oberleitung versehen werden. Der Fahrbetrieb soll mit einer Pendelautomatik gesteuert werden.

Zuerst wurde die Trasse im Vordergartenbereich mit Schienen ausgelegt und über eine Hilfskonstruktion gehalten. Danach wurde der Berg aus Steinen gemauert.

Es wurde eine Brückenkonstruktion aus Aluminiumbleche und -Profile gefertigt und der Trasse angepasst. Außerhalb der Brücken wurde die Trasse mit Steinen untermauert und als Felsen modelliert.

Im weiteren Verlauf an der Hauswand wurde ein Holzkonstruktion gebaut, die die Trasse zur hinteren Überdachung führt.

Anschließend wurden die Schienen, Zahnstangen, Oberleitung und die kompl. elektrische Ausrüstung installiert.

Der Berg wurde mit Felsenähnlichen Gesteinsbrocken verkleidet.

In einer weiteren Ausbaustufe wurde die Stecke um ca. 20m auf eine hochgelegte Holztrasse verlängert und eine Weiche mit ca. 1500mm Abstellgleis eingebaut.

So kann jetzt mit zwei Zügen aneinander vorbei gefahren werden

 

Abstellgleise / Drehscheibe / Lokschuppen und Rollwagenübergabe 

 

Mehre Abstellgleise mit Entkuppler und manuelle Drehscheine aus ALU in Eigenbau und separates Schaltpult nur für den Bereich. Rollwagenübergabe von Schmalspur 45mm auf Regelspur 64mm.  

 

Umbau der Fahrstrecken, Umrüstung auf " Digital " ( Neues Fahrpult ) Rückbau der Zahnradstrecke 

 

Umbau/Verlegung der Fahrstrecke auf zweigleisig, Ausbau der 2 Kehrschleifen.

Umrüstung auf DIGITAL ( System Mobatronic T. Rink, Edewecht ) Zentrale DS16PANT ( Größe B290xL220xH100 ) , kompatibel mit genormten DCC-Systemen - Eingebauter Trafo - Belastung 6A / kurzfristig 8A - 

16 Fahrzeuge / 4 im direkten Zugriff - 16 ( 32 ) Zusatzgeräte/Magnetartikel - Erweiterbar

Funkhandy SE200 ( Größe B65xL125xH30 ), Reichweite über 300m ( Auch durch Hauswände )

Bei der Verwendung von 2 Funkhandy, dieses ist sinnvoll wenn schnell bei zwei Fahrzeugen eingegriffen werden soll. Dann ist es von Vorteil, wenn man beide Handy`s in einer Hand hält und die andere Hand zum Stellen/Auslösen der Funktionen frei hat.

Der Halter wurde aus 0,8 mm Aluminiumblech hergestellt, wo bei die Bereiche für die LED-Ladezustandsanzeigen, Ladebuchse und Antenne freigehalten wurde. Die Handy`s sind leicht in den Halter ein zu klipsen. 

Umbau der Streckenführung: Entfernen der Kehrschleifen und Kreuzungen, so das mehrere Züge zu gleichzeitig fahren können

Neubau eines zentralen Fahrpultes/Leitstandes mit Gleisstellwerk, DIGITAL-Zentrale, Programmiergleis, Monitore ect.

Bei Ausfall der Digital-Anlage - Rückfallposition auf der LGB-Analog-Steuerung

Die Zahnradstrecke wurde wieder um 20m gekürzt.  

Abstellgebäude mit Schiebebühne

 

Abstellen von kompl. Zügen von ca. 3600mm Länge, 6 Plätze auf eine motorisch ( Rolladen-Motor und Fahrradkette ) ferngesteuerte ( Von Haupt-Fahrpult ) Video überwachte fahrbaren Schiebebühne

 

 

Eigenbauten

 

Umbau des von LGB bekannten Zillertaler " Fasslwogn " auf Gesellschaftswagen der HSB, neue Reklameschilder und Einbau eines Radios mit Antenne.

Umbau eines gedeckten Güterwagen als Schneepflug, das Räumschild, die Halter und die Seitenwände wurden aus V2A -Dünnblech gefertigt.

Die Verbindung zur Wagenfrontseite wurde als U-Schale ausgelegt und mit den Räumschild verschweißt, die Befestigung zum Wagen erfolgte mit Schrauben.

Cabrio-Wagen der RhB, umgebaut als HSB-Wagen, neuer Farbanstrich, Logo und Figuren.

Fahrmaterial

 

Ein kleine Auswahl, hauptsächlich von der Firma Lehmann / Fahr-/Sound Decoder von Fa. Mobatronic T. Rink, Edewecht

Stand / Aktuallisierung 05.10.2018